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18.11.2019, 17:00 Uhr
Christliche Identität in einer globalisierten Zukunft
Landestagung des EAK Baden-Württemberg in Remchingen
Bei der gut besuchten Landestagung des EAK Baden-Württemberg in Remchingen sprachen der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Steffen Bilger, der Pforzheimer Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum, der EAK-Landesvorsitzende David Müller, der Remchinger Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon sowie der Oberkirchenrat der Evangelischen Landeskirche in Baden Wolfgang Schmidt.
Staatssekretär Bilger stellt sich den Fragen der Tagungsteilnehmern
Am Samstag, 16. Novemberg 2019 fand die jährliche Landestagung des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Baden-Württemberg (EAK) im Evangelischen Gemeindehaus in Remchingen unter dem Thema "Christliche Identität in einer globalisierten Zukunft" statt. Der EAK-Landesvorsitzende David Müller betonte in seiner einleitenden Rede, dass sich in unserer Gesellschaft neue Trennlinien gebildet haben, die sich nicht länger am klassischen "Links-Rechts-Schema" orientieren, sondern an der Befürwortung globaler Offenheit im Gegensatz zu Abgrenzung und Abschottung. Müller ermutigte die EAK-Mitglieder, sich dessen bewusst zu sein, dass Christentum identitätsbildend und gleichzeitig global aufgestellt und weltweit vertreten sei. Der Pforzheimer Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum unterstrich in seinem Grußwort, dass im Grundgesetz die Verantwortung vor Gott und den Menschen betont werde und ein Christentum ohne Verantwortung für ihn daher undenkbar sei.

In seinem Hauptreferat rief der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Steffen Bilger dazu auf, dass Christen sich aktiv in Politik und Gesellschaft einbringen und auf Ungerechtigkeiten hinweisen sollten, wenn sie wollen, dass christliche Werte auch in Zukunft eine Bedeutung haben. Als Politiker setze er sich dafür ein, dass alle Menschen in Deutschland gleiche Chancen und Lebensverhältnisse haben. Christliche Werte hätten eine enorme Bedeutung bei ethischen Fragen, die vermehrt aufkommen wie z.B. bei den Themen Pränataldiagnostik, Sterbehilfe, Religionsfreiheit aber auch bei der Bewahrung der Schöpfung. In Zeiten globaler Veränderung könnten Familien, Kirchen, Parteien und Vereine dazu beitragen, Identität und Zugehörigkeit für verunsicherte Menschen zu fördern. Es sei Aufgabe der Politik, Globalisierungsgegner und Fortschrittsfreudige abzuholen. Dafür seien Kompromisse nötig, was aber nicht dazu führen dürfe, dass christliche Werte in einer globalisierten Welt vergessen werden. Bilger betonte die Rolle des EAK als Brückenbauer zwischen Kirche und Politik. Christen sollten sich daher nicht verstecken, sondern vermehrt zeigen, was ihre christlichen Wurzeln ausmachen.


Einen Bericht über die Rede von Steffen Bilger finden Sie hier:
https://www.pro-medienmagazin.de/politik/2019/11/16/bewusst-als-christen-in-der-politik-aktiv-sein/